Mitwirkung
Schulkonferenz
Am Lise-Meitner-Gymnasium besteht die Schulkonferenz aus 36 Mitgliedern: 12 Vertreterinnen und Vertretern des Lehrerkollegiums sowie je 12 Vertreterinnen und Vertretern der Eltern- und Schülerschaft. Die Schulkonferenz tagt i.d.R. viermal pro Schuljahr.

Die Rechte, Aufgaben und Zusammensetzung der Schulkonferenz werden in
65 und 66 des Schulgesetzes NRW (Stand 01.07.2011) festgelegt:


65 Aufgaben der Schulkonferenz

(1) An jeder Schule ist eine Schulkonferenz einzurichten. Sie ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule, in dem alle an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule Beteiligten zusammenwirken. Sie berät in grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Konflikten innerhalb der Schule. Sie kann Vorschläge und Anregungen an den Schulträger und an die Schulaufsichtsbehörde richten.

(2) Die Schulkonferenz entscheidet im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften in folgenden Angelegenheiten:
1. Schulprogramm ( 3 Abs. 2 ),
2. Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung ( 3 Abs. 3),
3. Abschluss von Vereinbarungen über die Kooperation von Schulen und die
   Zusammenarbeit mit anderen Partnern ( 4 Abs. 3, 5, 9 Abs. 3),
4. Festlegung der beweglichen Ferientage ( 7 Abs. 2),
5. Unterrichtsverteilung auf sechs Wochentage ( 8 Abs. 1),
6. Einrichtung außerunterrichtlicher Ganztags- und Betreuungsangebote
    ( 9 Abs. 2) sowie die Rahmenplanung von Schulveranstaltungen außerhalb
    des Unterrichts,
7. Organisation der Schuleingangsphase ( 11 Abs. 2 und 3),
8. Vorschlag zur Einrichtung des Gemeinsamen Unterrichts
    ( 20 Abs. 7 und 8),
9. Erprobung und Einführung neuer Unterrichtsformen ( 29 Abs. 2),
10. Einführung von Lernmitteln ( 30 Abs. 3) und Bestimmung der
    Lernmittel, die im Rahmen des Eigenanteils zu beschaffen sind ( 96),
11. Grundsätze für Umfang und Verteilung der Hausaufgaben und
    Klassenarbeiten,
12. Grundsätze zum Umgang mit allgemeinen Erziehungsschwierigkeiten sowie
    zum Abschluss von Bildungs- und Erziehungsvereinbarungen ( 42 Abs. 5),
13. Information und Beratung ( 44),
14. Grundsätze für die Betätigung von Schülergruppen ( 45 Abs. 4),
15. Grundsätze über Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten in
    Zeugnissen ( 49 Abs. 2),
16. Wirtschaftliche Betätigung, Geldsammlungen ( 55) und Sponsoring
    ( 99 Abs. 1),
17. Schulhaushalt ( 59 Abs. 9),
18. Wahl der Schulleiterin oder des Schulleiters ( 61 Abs. 1 und 2),
19. ergänzende Verfahrens- und Wahlvorschriften
     ( 63 Abs. 6 und 64 Abs. 5),
20. Einrichtung und Zusammensetzung von Fachkonferenzen oder Bestellung
     einer Vertrauensperson ( 70 Abs. 5 ), Teilkonferenzen und des
     Vertrauensausschusses ( 67 Abs. 1 und 2),
21. besondere Formen der Mitwirkung ( 75),
22. Mitwirkung beim Schulträger ( 76),
23. Erlass einer Schulordnung,
24. Ausnahmen vom Alkohol- und Rauchverbot ( 54 Abs. 5).
25. Erhöhung der Zahl der Vertretungen der Eltern in Fachkonferenzen und
     Bildungsgangkonferenzen ( 70 Abs. 1).
26. Empfehlung zum Tragen einheitlicher Schulkleidung ( 42 Abs. 8).

(3) Das Ministerium kann durch Rechtsverordnung der Schulkonferenz weitere Angelegenheiten aus der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule zur Entscheidung übertragen.


66 Zusammensetzung der Schulkonferenz

(1) Die Schulkonferenz hat bei Schulen mit
a) bis zu 200 Schülerinnen und Schülern 6 Mitglieder, an Berufskollegs 12
    Mitglieder
b) bis zu 500 Schülerinnen und Schülern 12 Mitglieder,
c) mehr als 500 Schülerinnen und Schülern 18 Mitglieder

(2) Die Schulkonferenz kann mit den Stimmen von zwei Dritteln ihrer Mitglieder eine Erhöhung der Mitgliederzahl beschließen, wobei das Verhältnis der Zahlen nach Absatz 3 zu wahren ist.

(3) Mitglieder der Schulkonferenz sind die Schulleiterin oder der Schulleiter sowie die gewählte Vertretung der Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler im Verhältnis
Lehrerinnen und Lehrer : Eltern : Schülerinnen und Schüler
1. an Schulen der Primarstufe, an Schulen mit Primarstufe und Sekundarstufe I sowie an Schulen der Sekundarstufe I und II
    1 : 1 : 1
2. an Schulen der Sekundarstufe I sowie an Schulen mit Primarstufe und
    Sekundarstufe I
    3 : 2 : 1
3. an Schulen der Sekundarstufe II
    3 : 1 : 2
4. an Weiterbildungskollegs und dem Kolleg für Aussiedlerinnen und
    Aussiedler
    1 : 0 : 1.

(4) An Berufskollegs mit bis zu 500 Schülerinnen und Schülern gehören der Schulkonferenz je ein Mitglied als Vertreterin oder Vertreter der Ausbildenden und der Auszubildenden mit Stimmrecht sowie je ein weiteres Mitglied als Vertreterin oder Vertreter der Ausbildenden und der Auszubildenden mit beratender Stimme an. An Berufskollegs mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern gehören der Schulkonferenz je zwei Mitglieder als Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildenden und der Auszubildenden mit Stimmrecht an. Die Mitglieder mit Stimmrecht werden auf die Zahl der Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und der Schülerinnen und Schüler gemäß den Absätzen 1 und 3 angerechnet. Die Vertretung der Ausbildenden wird von der zuständigen Stelle gemäß 71 des Berufsbildungsgesetzes benannt. Die im Bezirk der zuständigen Stelle bestehenden Gewerkschaften und selbstständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung benennen die Vertretung der Auszubildenden.

(5) Die oder der Vorsitzende der Schulpflegschaft und die Schülersprecherin oder der Schülersprecher sind jeweils unter Anrechnung auf die Zahl der Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und der Schülerinnen und Schüler gemäß den Absätzen 1 und 3 Mitglieder der Schulkonferenz, sofern sie dies nicht ablehnen.

(6) Die Schulleiterin oder der Schulleiter führt den Vorsitz in der Schulkonferenz. Sie oder er hat, ebenso wie im Falle der Verhinderung die ständige Vertretung, kein Stimmrecht. Abweichend hiervon gibt bei Stimmengleichheit ihre oder seine Stimme den Ausschlag. Die ständige Vertretung und die Verbindungslehrerinnen und -lehrer nehmen beratend an der Schulkonferenz teil.

(7) Die Schulkonferenz kann Vertreterinnen und Vertreter schulergänzender Angebote und Personen aus dem schulischen Umfeld als beratende Mitglieder berufen.