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Schulsozialarbeit am LMG
Durch die Weiterentwicklung des Lise-Meitner-Gymnasiums zur Ganztagsschule wird aus dem „Haus des Lernens“ zunehmend ein „Haus des gemeinsamen Lebens und Lernens“.
Schule wird zur Lebenswelt und übernimmt zunehmend Erziehungsaufgaben. Schule ist nicht nur für fachliches Lernen zuständig, Erziehung nicht nur Sache des Elternhauses, Konflikte lassen sich nicht grundsätzlich außerhalb der Schule lösen.  
Seit der Einführung des Ganztags im Schuljahr 2009/10 arbeite ich an dieser Schule. Zunächst war ich hauptsächlich mit der Koordination des Ganztags, mit den Belangen der unteren Jahrgangsstufen beschäftigt. Seit dem Schuljahr 2011/12 habe ich die für das Lise-Meitner-Gymnasium geschaffene Stelle der Fachkraft für Schulsozialarbeit inne.
Ich bin direkt vor Ort, kann so von Schülerinnen und Schülern, von Erziehungsberechtigten und von Lehrkräften ohne Mehraufwand aufgesucht werden. Mein Wunsch ist eine für alle niedrige Hemmschwelle, sich Unterstützung zu suchen, weil das Hilfsangebot im vertrauten Umfeld wahrgenommen werden kann.
Im gegenseitigen Austausch zwischen Lehrerkollegium und Sozialpädagogin wird Verständnis für spezielle Lebenssituationen von Schülerinnen und Schülern geweckt, ein individuelles Eingehen auf den Einzelnen erleichtert, Lern- und Konzentrationsprobleme lassen sich in Kenntnis der persönlichen Lebenssituation erfolgreicher beheben.
In Absprache mit Klassenleitungen und Beratungslehrern kann gegebenenfalls die Empfehlung zu umfassenderen, außerschulischen Hilfsangeboten erfolgen. Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Orientierung und Begleitung zu geben. Wir möchten zu einer Stärkung in ihrer gesamten Persönlichkeits- entwicklung beitragen.
Bisher kommen die Kontakte mit den Schülerinnen und Schülern hauptsächlich durch die zuständigen Lehrkräfte zustande. Viele kommen zunächst mit Ängsten zu mir, haben keine Vorstellung, wie die Gespräche ablaufen werden, ob ich auf ihrer Seite stehe oder nur die Interessen ihrer Lehrer/innen vertrete. Es ist ihnen erst einmal peinlich einen Termin bei mir zu haben, weil sie eine „therapeutische Behandlung“ vermuten. Aber bereits nach dem ersten Gespräch wird mein Angebot in der Regel als hilfreich empfunden, die Betrachtung ihrer Situation aus einem anderen Blickwinkel wird als Bereicherung erlebt.
Ich wünsche mir, dass das Vertrauen in mich wächst und Schülerinnen und Schüler angstfrei und vorbehaltlos zu mir kommen. In vertrauter Umgebung haben sie die Möglichkeit über persönliche Anliegen zu sprechen und Hilfestellung bei der Vermittlung zu weiterführender Unterstützung, auch außerhalb der Schule, zu erhalten.                                  

Ellen Schneider